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#1

Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 26.08.2006 13:26
von michi | 56 Beiträge

Also mich würd ganz einfach mal interessieren wie ihr so im Alltagsleben mit eurer Schwerhörigkeit zurechtkommt....also meine das Leben jenseits von Stegen...im Beruf,Freizeit und sonst wo....


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#2

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 26.08.2006 20:56
von Gelöschtes Mitglied
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Nun, ich habe eigentlich keine Probleme, solang ich meine Hörgeräte trage und die Leute gut verständlich (normal laut, nicht zu schnell/langsam, Blickkontakt) sich äußern. Außerdem habe ich "nur" im Hochtonbereich Defizite und im Tieftonbereich höre ich normal.

Bei Leuten, die sich über unsere Behinderung lustig machen, hilft meist nur sie nicht zu beachten, denn bei solchen Leuten fehlt eben Hirn... auch ein Defizit.

Wobei mir persönlich aber auch Schwerhörige Probleme machen, wenn sie teilweise exotische Anforderungen an besser hörende stellen (Meine Ex-Internatsgruppe wird wissen, was ich hiermit meine). Möchte hiermit aber keinen Streit vom Zaune brechen. Ist nur eine persönliche Anmerkung meinerseits.

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#3

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 26.08.2006 22:04
von BTVS | 287 Beiträge

Bei mir gibt es im Alltag auch keine großen Schwierigkeiten, da ich nur mittelgradig schwerhörig bin und ohne Hörgeräte zurecht komme. Nur wenn viele Personen gleichzeitig sprechen oder undeutlich sprechen, kann es zu Problemen kommen, das kennt ihr sicher auch.

In der Ausbildung war es am Anfang schwierig, bis ich mich an die neuen Anforderungen eingestellt hab (viele Leute in einem Klassenraum, Tischreihen statt einem Halbkreis und Lehrbeauftragte, die an die Wand sprechen), aber nach kurzer Zeit ging das ganz gut, man muss sich halt etwas mehr konzentrieren.

In der Freizeit ist das eigentlich ähnlich, wobei man gelegentlich etwas komisch angeguckt wird, wenn man etwas nicht beim ersten mal verstanden hat, aber das geht wohl auch Nicht-Schwerhörigen so.


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#4

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 27.08.2006 00:16
von tom | 12 Beiträge

In Stegen selbst kam ich einigermaßen gut ohne Hörgeräte zu recht, keine großartigen Schwierigkeiten.

Während des FSJ war das ohne Hörgeräte gar nicht denkbar. Auf einer Tagesgruppe mit 9 Kindern und noch weiteren 3 Erwachsenen kam ich, wenn mehrere Sprachen, vor allem beim Mittagessen schwer mit. Sich mit einzelnen hier zu unterhalten war schwierig. In ruhigeren Situationen war das meistens kein Problem, die Kinder oder Erwachsenen zu verstehen, allerdings muss ich manchmal trotzdem nachfragen. Ich hatte immer wieder Porbleme bei zu vielen und lauten Nebengeräuschen. In der Freizeit trage ich die Hörgeräte allerdings öfters nicht. (Reicht nach einem Arbeitstag. Dann dröhnt mir manchmal auch der Kopf)

Dumm angemacht wurde ich während des FSJ oder in letzter Zeit wegen den Hörgeräten/Hörschaden nicht. Erstens habe ich, dass ich schwerhörig bin in die Bewerbung reingeschrieben und auch gleich nochmal gesagt bzw. immer mal wieder darauf hingewiesen.


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#5

Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 27.08.2006 20:03
von Dome • Ehemaliger - Admin
| 577 Beiträge
Ich habe bisher noch nie wirklich Probleme gehabt, allerdings höre ich auch relativ gut.

Gruß
Dome
-----
Ich bin Admin - mache aber auch Fehler

zuletzt bearbeitet 27.08.2006 20:12 | nach oben springen

#6

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 27.08.2006 21:45
von Bonnie | 165 Beiträge

Ich bin hochgradig schwerhörig, also ohne Hörgeräte so gut wie taub. Kann schlecht telefonieren, weil ich stark auf das Mundbild angewiesen bin. Des weiteren muss ich Filme immer mit UT angucken, wenn ich was verstehen will. Das nervt mich schon gewaltig. Aber insgesamt komme ich sehr gut mit dem Defizit zurecht. Ich bin auch fast nur mit Hörenden zusammen, besuche eine Regelschule und komme supergut klar. Früher wurde ich gehänselt, deswegen wechselte ich auf ne Schwerhörigenschule. Aber in Stegen hielt ich´s bekanntlich nicht lange aus und jetzt bin ich wieder auf der Regelschule, seit 2 Jahren. Und die Leute sind sehr hilfsbereit, die Lehrer tragen die FM-Anlage als sei das selbstverständlich. Ich war/bin positiv überrascht.

Meine größtenteils hörenden Freunde können auch gut mit meiner Behinderung umgehen, kennen sogar einige Zeichen und das Alphabet. Wenn ich was nicht verstanden habe, wird das immer wiederholt. Auch wenn alle Lachen, gibt es immer einen, der mir den Grund erzählt, sodass ich mitlachen kann.
Aber manchmal bin ich richtig ausgebrannt, weil das unheimlich anstrengt, sich den ganzen Tag auf das Mundbild der Mitmenschen zu konzentrieren. Da wünsche ich mir nichts sehnlicher, als hörend zu sein.

Ich werde allerdings auch nicht selten um die Hörgeräte beneidet. Wird es mir zu laut, schalte ich sie einfach ab oder stelle leiser. Das ist dann schon sehr praktisch, vor allem im Urlaub, wenn das Haus sehr hellhörig ist und man jeden Furz aus dem Zimmer nebenan hört. Ich hatte glaubich den besten Schlaf von allen.

Was ich sehr schade finde, ist, dass Schwerhörige einfach zu oft unterschätzt oder zu wenig respektiert werden...




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#7

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 27.08.2006 22:51
von Iceskaarj | 402 Beiträge

d.h. du bist jetzt wieder von Stegen an ne Regelschule gewechselt. war Stegen denn so schlimm?

ich habe auch Schwierigkeiten, wenn ich in einer großen Gruppe von Normalhörenden bin und da vergessen sie oft, dass ein Schwerhöriger dabei ist und labern einfach drauf los.
in lauten Gegenden (Disco, Clubs, Messen, Partys) hab ich auch manchmal Probleme, andere zu verstehen. 1 zu 1 Gespräche klappen meist ganz gut.

grad an der FH bin ich der einzige Schwerhörige in meiner Gruppe und die meisten nehmen auch Rücksicht darauf. teilweise vergessen sie`s wieder, aber denen sei verziehen


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#8

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 27.08.2006 23:15
von Bonnie | 165 Beiträge

Ja für mich persönlich war Stegen ne schwere Zeit. Aber ich darf nicht vom Thema abschweifen, sonst bekomme ich wieder Ärger


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#9

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 28.08.2006 08:54
von Darksylver | 95 Beiträge

Naja,. ich bin leichtgradig Schwerhörig (oder wei man das sagt) undf ich hab kaum Probleme mit dem Hören. Allerdings bind ich seit ich von Stgen entlassen bin in einer normalen Schule (Berufsschule, indem mindestens 40 Schülerinnen beteiligt sind. Und das ist schon heftig. GEbe es ja zu, dass ich nicht alles verstehe zumindest die Leute in der letzten reihe... Oder Probleme habe ich auch, enn alle durcheinandern reden, aber dass kennt ihr ja schon.



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#10

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 28.08.2006 16:25
von michi | 56 Beiträge

mhhhh..da bin ich echt überrascht...klingt ja alles eher positiv-
kann es auch sein( ohne jemanden anzusprechen)dass schwerhörige leicht dazu neigen..des alles positiver zu betrachten als es ist..also des verdrängen oder so?


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#11

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 28.08.2006 16:25
von michi | 56 Beiträge

mhhhh..da bin ich echt überrascht...klingt ja alles eher positiv-
kann es auch sein( ohne jemanden anzusprechen)dass schwerhörige leicht dazu neigen..des alles positiver zu betrachten als es ist..also des verdrängen oder so?


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#12

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 28.08.2006 17:06
von Bonnie | 165 Beiträge

Kann schon gut sein, aber dann eher unbewusst. Ich selbst hab ja beschrieben, dass mich meine Behinderung manchmal fertig macht, vor allem in der Welt der Hörenden. Aber ich kann gut damit leben, es sind nur Phasen, in denen ich mal deprimiert bin.


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#13

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 28.08.2006 18:57
von Jigsawler | 19 Beiträge

Also ich komme sehr gut zurecht mit meiner Schwerhörigkeit. Ich bin damit aufgewachsen und kann es mir auch ned anderes vorstellen, wie en Normalhörender zu hören. Ich lebe sozusagen damit.

Es gab auch bei mir Tiefpunkte wie die 5 Jahre an einer normalen Realschule. Dort wurde ich deswegen gemobbt und das habe ich ziemlich lange ausgehalten. Musste ständige Verarsche von den anderen aushalten...
Deswegen bin ich auch nach Stegen gekommen, um mit Gleichgesinnten zusammen zu sein. Doch da is des Prob, dass Schwerhörigkeit dann was normales ist und wieder die selben Probs auftauchen, wie dass es am Charakter von dem einen liegt. Vielleicht gabs irgendein Missverständnis in meiner damaligen Klasse und ich wurde deswegen gemobbt, dass es gar ned an der Schwerhörigkeit lag? In Stegen werden trotzdem Mitschüler gemobbt...



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#14

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 28.08.2006 19:14
von Gurkenkrieger | 874 Beiträge

Da ich zwar nicht allzuschlecht höre, aber schlecht verstehe, helfen mir Hörgeräte auch nur begrenzt weiter. Besonders in leuten Situationen oder bei Leuten, die Bart tragen+undeutlich reden habe ich manchmal ziemliche Probleme! Ich wurde auch gewaltig gemobbt und kam deswegen nach Stegen. Telefonieren kann ich kaum, nur mit Leuten die ich sehr gut kenne

So, das wars, Internetcafe is ja so teuer!
++++++++

Meine DVD-Sammlung


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#15

RE: Alltagsleben

in Schwerhörigkeit 25.09.2006 23:07
von mari | 50 Beiträge
äh was soll ich nun schreiben? die wahrheit?
mh wohl ja?!?

fakt ist, nachdem ich nach der 12. klasse abhaute (es ging mir verdammt beschissen in stegen, was sicher einige mitbekommen haben, wer mag kann aber nachfragen) kam ich in eine berufsschule mit 30 leuten in der klasse. es mag nun vll unglaublich klingen, aber ich muss leider sagen dass ich dort besser mitkam als in stegen, obwohl ich komplett gehörlos bin.
woran es lag? nun ja, aufmerksame klassenkameraden, bei denen ich abschreiben konnte wenn was diktiert wurde, die mich auch mal fragten ob ich mitkam, immer bereit waren zu helfen, lehrer, die mich stark miteinbanden in den unterricht, mir geduldig wiederholten wenn ich nicht verstand, matheaufgaben die mir nicht klar waren wurden mir nochmal erklärt, notfalls von einem kameraden... viel schriftliches material, usw.
fazit?
überlasse ich euch ^^

weiter zum alltag. klar ich habe probleme, es gibt immer wieder missverständnisse wenn ich mal was falsch versteh. aber is ja kein weltuntergang, ich nehms mit humor und meine kollegen habens auch immer voll locker genommen und mitgelacht.
manche leute reagieren ungeduldig wenn ich nicht versteh, zb beim einkaufen. wenn ich dann aber sag warum ich nicht verstanden hab werden sie wieder ganz lieb und wiederholen langsam...

mobbing? ewig her. 5. und 6. klasse wurde ich gemoppt. was aber nicht an meiner gehärlosigkeit lag, sondern eher an meiner opferhaltung und damit, dass ich mit meiner gehörlosigkeit nicht klarkam. sobald ich anfing, mich damit auseinanderzusetzen wurde es besser...

@corni
und nein, ich wurde in urspring ( dort war ich von der 6. bis zur 10. klasse -einem regelgymnasium) nicht gemobbt. folglich kann es nicht an deiner schwerhörigkeit liegen, dass du dort gemobbt wurdest @corni
denn du warst zur gleichen zeit wie ich dort, die leute, die dich gemobbt haben, haben mich nicht gemobbt, ich kam gut mir ihnen klar.
(wollt ich nur mal am rande erwähnen, das du darüber nachdenkst, woran es lag)

unter freunden? leute, die mir nicht helfen zu verstehen zähle ich nciht zu meinen freunden, so einfach ist das leutz ^^. gehörlose freunde habe ich hier, zuhause, nicht. ich bewege mich in einer komplett hörenden welt, bis auf die leute aus stegen, die ich hin und wieder sehe.
und ich muss sagen, ich komme sehr gut klar. es tut so gut, endlich selbstständig zu sein, niemand der alles für dich macht, wie es in stegen oft war (@ärzte & co.)
manchmal jedoch, immer seltener, geht es mir jedoch beschissen, will ich mich begraben lassen. auslöser dazu sind zb "kinoabende oder konzertabende" meiner freunde, womit ich nunmla nix anfangen kann... oder wenn mich mal jemand nicht versteht, was aber zum glück nur noch ganz selten vorkommt.

ob ich das nun verschönert hab willst du wissen, michi?
nein habe ich nicht. mir geht es um so vieles besser als in stegen... das einzige von dort, was ich vermisse sind meine freunde.... zu denen ich ja aber noch kontakt hab *hiphiphurra*





______________

nieder mit der Vernunuft - es lebe der Blödsinn!

(Karl Valentin)

zuletzt bearbeitet 25.09.2006 23:13 | nach oben springen

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