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#1

Gleichstellung von realer und virtueller (pixel) Gewalt?

in Politik 05.12.2006 17:09
von Dome • Ehemaliger - Admin
| 577 Beiträge
Im Chat kam mir diese Frage auf wie weit man des denn machen könnte oder müsste.


Beckstein:
"Wer Computerspiele, die es den Spielern als Haupt- oder Nebenzweck ermöglichen, eine grausame oder die Menschenwürde verletzende Gewalttätigkeit gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen auszuüben, verbreitet, [...] herstellt, bezieht, liefert [...], wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft."


Anlass zu dem Ganzen: Virtuelle Gewalt verletzt Grundgesetzt, da Menschenrechte und Menschwürde verletzt wird.

Nehmen wir mal ein Spiel in dem es möglich ist die zu tun. Welches nehmen wir hierzu? Mir fällt gerade nichts ein.
Nehmen wir einfach was fiktives. Eine Szene in dem der Spieler sieht wie ein NPC (virtuelle Person die nicht vom Spieler gesteuert wird) gefoltert wird. Der Spieler kann nun sogar den Folterer und den Gefolterten erschießen.
So soweit die Szene.

Es werden also brutale Szene gezeigt die ohne weiteres falls die Person echt wäre und das Spiel das Leben wäre, gegen das Grundgetzt verstoßen würde. Soweit so gut. Aber es handelt sich dabei ja um ein Spiel. Wie geht man also damit um?

Ich denke, dass es hierbei von der Auffassung des Spielers abhängt wie er die Situation einordnet. Es gib diezwei extrem Optionen:

1:"emotionaler Spieler"
Der Spieler sieht das Geschehen und empfindet Mitleid für das Opfer und Zorn für den Folterer. Er nimmt die Handlung realisiert wahr. Für ihn als Person im realen Leben findet bei der Darstellung dieser Szene seines Erachtens eine Menschenwürdverletztung statt.

Die Virtuelle Person wird grundgesetztwidrig behandelt, der Spieler kann ihr nicht helfen (mal abgesehen von der Option sie zuerschießen - was wieder ethische Fragen aufwirft ). Der Spieler an sich als Person im realen Leben übt aber keine Grundgesetztverletztung aus.
Selbst wenn der Spieler der Folterer wäre und die virtuelle Person foltert ist er im realen Leben gesetztestreu (Anmerkung: Es gibt kein in der BRD wo sowas auch nur annähernd möglich ist).
Aber solche Spieler spielen wohl kaum freiwillig solche Spiele, an die sie erstmal rankommen müssten...

2: "technische Spieler"
Diese Spieler nimmt das Ereignis als Szene wie in einem Film war, letztendlich ist ihm aber immer Bewusst, dass es sich hierbei um nicht echte Personen handelt. Es im endeffekt nur Bits und Bytes sind - Datenströme. Für ihn findet im Bewusstsein eine schlimme, grundgesetzverstoßende Handlung statt - jedoch ist er sich stets bewusst, dass dies surreal ist, so wie in einem Film, wobei es in Filmen echte Menschen sind die "showgefoltert" werden.


Ich finde es extrem falsch sowas gleichzustellen.
Wie schon erwähnt sind für mich Filme viel schlimmer, da die Schauspieler auch wenn Sie schauspielen echte Menschen bleiben und somit der direkte Bezug besteht. Aber bei den Fime ist es ja so, dass man das alle schlimmsten und grundgesetztverstoßende Film legal zu erwerben sind, da ein Zuschauer der sich diesen Film ansieht ja nicht strafbar macht, da er keine Strafhandlung begeht. Ist ja klar.
Aber wo begeht dann der Spieler die Strafhandlung? Ist es eine Strafhandlung wenn man Daten tötet die die Form vom Menschen haben?

Sollte man Personen, die gerne Sandbrugen bauen um sie anschließen zu zerstören nicht auf inhaftieren wegen potenzieller Gefahr?


Hier ist wieder einmal eure Meinung gefragt - wie seht ihr es ?







Gruß
Dome



Ich bin Admin - mache aber auch Fehler

zuletzt bearbeitet 30.03.2007 13:36 | nach oben springen

#2

RE: Gleistellung von realer und virtueller (pixel) Gewalt?

in Politik 05.12.2006 17:21
von Iceskaarj | 402 Beiträge

Zitat von Dome

Wie schon erwähnt sind für mich Filme viel schlimmer, da die Schauspieler auch wenn Sie schauspielen echte Menschen bleiben und somit der direkte Bezug besteht.


hier stimme ich nicht zu. in Filmen ist man nur passiv dabei, man greift nicht in das Geschehen ein. d.h. generell distanzierter dem Geschehen gegenüber.

Menschenrechte und Menschenwürde werden in beiden Fällen aber nicht verletzt... so was zu behaupten ist völliger Humbug und richtig realitätsfern.

mal ein extremes Beispiel: wenn sich ein Mensch dauernd Snuff-Videos anschaut, wo echte Menschen umgebracht werden, diese Videos aber nicht weiter verbreitet... ich würde den auch nicht in den Knast stecken. aber die Ersteller der Videos gehören hart bestraft. dass das gleiche aber nun den Spieleherstellern blühen könnte, ist einfach nur asozial und unverständlich.


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#3

RE: Gleistellung von realer und virtueller (pixel) Gewalt?

in Politik 06.12.2006 18:42
von Gelöschtes Mitglied
avatar
Zitat von Dome
Wie schon erwähnt sind für mich Filme viel schlimmer, da die Schauspieler auch wenn Sie schauspielen echte Menschen bleiben und somit der direkte Bezug besteht.


Zitat von Iceskaarj
Hier stimme ich nicht zu. in Filmen ist man nur passiv dabei, man greift nicht in das Geschehen ein. d.h. generell distanzierter dem Geschehen gegenüber.
Menschenrechte und Menschenwürde werden in beiden Fällen aber nicht verletzt... so was zu behaupten ist völliger Humbug und richtig realitätsfern.
mal ein extremes Beispiel: wenn sich ein Mensch dauernd Snuff-Videos anschaut, wo echte Menschen umgebracht werden, diese Videos aber nicht weiter verbreitet... ich würde den auch nicht in den Knast stecken. aber die Ersteller der Videos gehören hart bestraft. dass das gleiche aber nun den Spieleherstellern blühen könnte, ist einfach nur asozial und unverständlich.


---------


Wobei die Echtheit von Snuff-Videos zum größten Teil angezweifelt werden dürfte, da vieles Fake ist und auch in toleranten Ländern wie Holland etc. verboten sind. Ist also "Underground-Stuff", genau wie Kinderpornographie. Sowas gehört auch verboten, da es keine Kunst ist, sondern nur perverse Scheisse.

Zum Topic: Beckstein hat mal wieder den Arsch offen! Wie immer.
Das Verbot von gewaltverherrlichende Medien ist durch § 131 Strafgesetzbuch bereits vorhanden, wie ich es immer nur betonen kann!
Das was dieser Politiker hier beabsichtigt, ist staatliche Zensur, Bevormundung von Erwachsenen und DAMIT ist sein Vorschlag eine Verletzung des Grundrechts. Ich bin auch gespannt, sollte so etwas je durchkommen, was unsre Freunde von der EU sagen werden. Denn es kann nicht sein, dass ein scheisskonservativer, weltfremder Staat wie die Bundesrepublik es nunmal ist, uns Deutsche mal wieder was verbieten möchte, was in der ganzen EU erlaubt ist! Und, man stelle sich vor, dort sind die Menschen trotz "Gewaltspielen- und Filmen" nicht weniger kriminell, psychisch geschädigt oder verwahrloster!

Für mich wieder mal ein grandioser Beweis über die Unfähigkeit unserer Volksvertreteter! Alles kriminelle, antidemokratische, faschistische Socken!
Solche Menschen wie Beckstein und Co. haben in einer Demokratie überhaupt nichts zu suchen und gehören für mich an der Pranger!

Wann merken die Menschen in diesem Lande endlich mal, dass sie nach Strich und Faden um ihre Rechte BESCHISSEN werden??
Dass unsre Demokratie zur verdeckten Willkür verkommt??
Zum kotzen ist dieser Staat! Aber Gesetze sind ja immer von Menschen gemacht... und genauso fehlerhaft! Wird langsam Zeit, diese Fehler zu beseitigen!


"Open your eyes, open your mouths, close your hands and make a fist!" (System Of A Down)

zuletzt bearbeitet 06.12.2006 18:54 | nach oben springen

#4

RE: Gleistellung von realer und virtueller (pixel) Gewalt?

in Politik 07.12.2006 10:02
von BTVS | 287 Beiträge

@ Markus: Pass auf, was du hier schreibst, wer weiss, ob der Verfassungsschutz dieses Forum schon überwacht. Nicht, dass die
KSK mal vor deiner Haustür steht

Aber du hast schon recht, in unserem Land läuft einiges schief.



Ronaldinho ist der größte Schwalbenkönig!!!


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#5

RE: Gleistellung von realer und virtueller (pixel) Gewalt?

in Politik 07.12.2006 14:28
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von BTVS
"@ Markus: Pass auf, was du hier schreibst, wer weiss, ob der Verfassungsschutz dieses Forum schon überwacht. Nicht, dass die KSK mal vor der Haustür steht Aber du hast schon recht, in unserem Land läuft einiges schief."


Ronaldinho ist der größte Schwalbenkönig!!!



Sie sind hinter mir her!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich muss untertauchen!!


"Open your eyes, open your mouths, close your hands and make a fist!" (System Of A Down)


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#6

RE: Gleistellung von realer und virtueller (pixel) Gewalt?

in Politik 07.12.2006 18:19
von Iceskaarj | 402 Beiträge
mal n guter Artikel:

http://www.stern.de/politik/deutschland/...lem/578082.html

dass der hinterfotzige Innenminister aus Boiern wenig Zuspruch dabei bekommt von den Politikern, stimmt schon mal fröhlich

zuletzt bearbeitet 07.12.2006 18:21 | nach oben springen

#7

RE: Gleistellung von realer und virtueller (pixel) Gewalt?

in Politik 08.12.2006 09:16
von [flo] | 526 Beiträge

In Antwort auf:
Letztlich ist das Problem ein anderes: Dass Jugendliche zu Selbstzweifel, Wut und Aggressionen neigen, ist keine Erfindung der 21. Jahrhunderts. Dass viele Jugendliche aber offenbar immer weniger in der Lage sind, ihre Aggressionen auf zivilisierte Art und Weise abzubauen, diesem Problem muss man sich stellen. Es kann nicht angehen, dass der Einsatz von Waffen an manchen Schulen normal geworden ist oder dass Jugendbanden ganze Stadtviertel terrorisieren. Daran aber sind keine Ballerspiele oder ultrabrutale Handyfilmchen Schuld, sondern wir alle: Lehrer, Nachbarn, Verwandte und allen voran die Eltern.


DICK UNTERSTREICH

Bingo, das ist der Punkt!



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